Tag 1 (28.09.2027) ► Freiburg – Clermont-Ferrand
Morgens treffen wir uns an einem Hotel ganz in der Nähe von Freiburg im Breisgau. Diejenigen, die in der Nähe von Freiburg wohnen, kommen direkt zum Treffpunkt. Für alle anderen, die von weiter her mit ihren Motorrädern in den Breisgau anreisen, bietet sich eine Vorübernachtung im Treffpunkthotel an. Diese kann optional über NSK Motorradreisen reserviert werden. Eine kurze Begrüßung durch den Reiseleiter, dann geht es auch schon los in Richtung Süden! Über Besancon, Beaune und Vichy touren wir mit einem guten Gemisch über Autobahnen und Landstraßen zu unserer ersten Zwischenübernachtung nach Clermont-Ferrand. Während des Abendessens und vielleicht bei einem Glas Wein lernen wir uns besser kennen und besprechen mit einer Menge Vorfreude den Verlauf der nächsten Tage.
Tag 2 (29.09.2027)► Clermont-Ferrand – Millau
Das französische Frühstück ist ein guter Start in den neuen Tag. Der Regionale Naturpark Volcans d’Auvergne bringt unsere Motorräder zum Wedeln! Das Massiv der Monts Dore, eine Bergkette vulkanischen Ursprungs, ist bei einheimischen Motorradfahrern und auch im Winter bei Skifahrern sehr gut bekannt. Etwas weiter der zweite Höhepunkt des Tages: Mal kleine, mal lang gezogene Kurven sorgen in der 35 km langen Schlucht „Gorges du Tarn“ für Fahrspaß pur! Hier, direkt an der 400 bis 500 m tiefen Schlucht mit dem Fluss Tarn, wurde straßenmäßig nichts begradigt – die Kurven folgen dem natürlichen Verlauf des Flusses und zwingen unsere Mundwinkel geradezu zum Lächeln! Zum frühen Abend erreichen wir den Ort Millau und somit unser heutiges Hotel, welches uns mit einem leckeren Abendessen erwartet.
Tag 3 (30.09.2027)► Millau – Carcassonne
Gleich nach Tourstart unser erster Point of Interest, und zwar der Fotostopp unterhalb des Viadukt von Millau. Von dieser höchsten Brücke Europas, mit einer Länge von 2460 m, ist man schon beeindruckt. Die Dörfer und Weiler in der Region unterhalb von Millau sind hier sehr eng mit der Landschaft des ansässigen Parkes verbunden und bieten dem motorisierten Zweiradfreund zum Touren den nötigen Charakter. Auf Kurs, häufig in Richtung Süd, erreichen wir am späteren Nachmittag die Stadt Carcassonne und checken in einem Hotel neben der Altstadt ein. Am Abend noch ein kleiner Spaziergang mit einem ortsansässigen Stadtführer? NSK Motorradreisen hat diesen bestellt! Der Besuch der Altstadt lohnt sich!
Tag 4 (01.10.2027)► Carcassonne – Pineda De Mar
Wir starten den Tag in der geschichtsträchtigen Kulisse von Carcassonne und lassen schon nach wenigen Kilometern den Alltag endgültig hinter uns. Die Strecke führt uns über Quillan hinein in eine der schönsten Motorradregionen Südfrankreichs – kurvenreich, abwechslungsreich und landschaftlich einfach beeindruckend. Mit jedem Kilometer tauchen wir tiefer ein in den Regionalen Naturpark der Pyrénées Catalanes. Einsame Straßen, weite Ausblicke und perfekter Asphalt machen diesen Abschnitt zu einem echten Genuss für jeden Motorradfahrer. Die gemäßigten Pyrenäen zeigen sich hier von ihrer besten Seite – wild, ursprünglich und voller Fahrspaß. Über Bourg-Madame überqueren wir schließlich die Grenze nach Spanien. Ein Moment, der immer etwas Besonderes ist – nicht nur geografisch, sondern auch emotional. Die Landschaft verändert sich spürbar, das Licht wird wärmer, die Farben intensiver. Weiter geht es über Berga, eine Region, die bei Motorradfahrern längst kein Geheimtipp mehr ist. Traumhafte Kurvenkombinationen und flüssig zu fahrende Straßen lassen das Bikerherz höherschlagen, während wir uns Stück für Stück dem Mittelmeer nähern. Und dann ist es endlich so weit: Vor uns öffnet sich der Blick auf das glitzernde Blau des Mittelmeers. Die letzten Kilometer führen uns entspannt entlang der Küste bis zu unserem Hotel an der Pineda de Mar. Nach diesem intensiven Fahrtag genießen wir den Abend bei mediterranem Flair – vielleicht mit Blick aufs Meer und einem kühlen Getränk in der Hand.
Tag 5 (02.10.2027)► Pineda De Mar – Montserrat – Tarragona
Der Morgen könnte mit einem erfrischenden Bad im Pool begonnen werden. Wie auch immer, starten wir in Richtung Tarragona. Direkt durch Barcelona? Nein, das Hinterland lädt uns förmlich ein ab Calella ein bisschen sportliche Tätigkeiten mit Rechts-Links-Kurvenkombinationen zu tätigen. Spätestens ab der Höhe Mataró verlassen wir die Küstenregion und cruisen in Richtung Montseny. Dieser bis zu 1700 Meter hohe Gebirgszug, hier in der spanischen autonomen Region Kataloniens, nordöstlich von Barcelona gelegen, verbirgt die Stille des Hinterlandes. Der hiesige Naturpark gibt uns förmlich einladend die Möglichkeit Barcelona auf Landstraßen zu umfahren. Zur Mittagszeit ist, am Kloster Montserrat, auf 721 Metern Höhe im gleichnamigen Gebirge, ein sehenswerter Halt! Über Collbató und Campdàsens kommen wir der Küstenregion und dem Tagesziel näher und erreichen hinter Tarragona am späteren Nachmittag unser Hotel.
Tag 6 (03.10.2027)► Tarragona – Tinença de Benifassà – Valencia
Wir verlassen die sonnenverwöhnte Region Tarragona und tauchen schon nach kurzer Zeit ein in das ruhige, ursprüngliche Hinterland Spaniens. Schnell wird klar: Heute ist ein Tag für echte Genießer – wenig Verkehr, dafür umso mehr langgezogene Kurven und Landschaft. Die Route führt uns hinein in den beeindruckenden Parc Natural de la Tinença de Benifassà. Eine Region, die fast schon wie ein Geheimtipp wirkt: schmalere Straßen, dichte Wälder, weite Ausblicke und immer wieder diese perfekte Mischung aus flüssigen Kurven und kleinen, technisch anspruchsvollen Passagen. Hier fahren wir durch eine der ursprünglichsten Gegenden Spaniens – wild, ruhig und absolut faszinierend. Weiter geht es in die Region rund um den mächtigen Penyagolosa, einen der markantesten Berge der Valencianischen Gemeinschaft. Die Straßen werden weiter, die Kurven rhythmischer – ein echtes Motorradparadies. Immer wieder eröffnen sich spektakuläre Panoramen über die umliegenden Bergketten, während wir uns durch diese eindrucksvolle Landschaft bewegen. Die letzten Kilometer rollen wir entspannt Richtung Valencia – eine lebendige, moderne Stadt, die uns nach diesem intensiven Fahrtag empfängt. Am Abend lassen wir die Eindrücke des Tages Revue passieren und spüren: Genau dafür fahren wir Motorrad.
Tag 7 (04.10.2027)► Valencia – Murcia
Das Gepäck verladen, starten wir unsere Motorräder. Hier in der Region Valencia, relativ nah an der Mittelmeerküste begleitet uns die flache Küstenlandschaft. Doch schon bald lassen wir Meer und Großstadt hinter uns und tauchen ein in das ruhige, ursprüngliche Hinterland. Die Route führt uns heute durch das südliche Binnenland der Comunitat Valenciana. Genau hier zeigt sich Spanien von einer ganz anderen Seite: weite Landschaften, kleine Orte, trockene Hügelketten und immer wieder herrliche, wenig befahrene Straßen, die wie gemacht sind für einen genussvollen Motorradtag. Zwischendurch ein Fotostopp am Embalse de Tous, Sackgassen können auch interessant sein! Eben Motorradfahren in seiner reinsten Form! Stück für Stück verändert sich die Landschaft. Das satte Grün der Küstenregion weicht immer mehr den offenen, sonnendurchfluteten Räumen des Südens. Die Strecke lebt dabei von ihrer Abwechslung: flüssige Kurven, einsame Abschnitte und immer wieder dieser ganz besondere Charakter des spanischen Hinterlandes. Im weiteren Verlauf nähern wir uns der Region Murcia. Hier wird das Landschaftsbild noch einmal markanter: karger, weiter und typisch südspanisch. Genau diese Gegensätze machen den Tag so reizvoll — vom Küstenraum Valencias hinein in die warme, trockene Berg- und Hügellandschaft Murcias. Am Ende des Fahrtages erreichen wir Lorca, eine der geschichtsträchtigen Städte etwas unter Murcia, im Süden Spaniens. Hoch über der Stadt erwartet uns der Parador de Lorca — ein stilvoller Tagesabschluss mit besonderem Ambiente und weitem Blick über die Umgebung.
Tag 8 (05.10.2027)► Murcia – Sierra Espuña – Almería
Wir verlassen Murcia und tauchen direkt in den Parque Regional de Sierra Espuña ein – ein echtes Paradies mit wenig Verkehr und herrlichen Ausblicken. Im weiteren Verlauf führt uns die Route Richtung Süden. Die Landschaft wird zunehmend trockener und weiter, und schließlich passiert es: Andalusien begrüßt uns – ein spürbarer Wechsel in Natur und Atmosphäre. Kurz vor Almería durchqueren wir den Paraje Natural Sierra Alhamilla, wo uns karge Berge, wüstenartige Szenerien und beeindruckende Panoramen begleiten. Ein abwechslungsreicher Fahrtag mit geschmeidigen Motorradstrecken und spannenden Landschaftswechseln.
Tag 9 (06.10.2027)► Almería – Granada – Alhambra
Heute morgen nehmen wir Kurs auf die Bergwelt Südspaniens. Die Regionen glänzen mit Bergen von über 3000 Metern. Im Schatten dieser Höhenzüge genießen wir immer mal wieder einen Pausenstopp an den doch so vielen Aussichtspunkten. Links, rechts, hoch hinauf und wieder hinunter wedeln wir mit unseren Motorrädern und erreichen am Nachmittag die auf ca. 750 m Höhe gelegene Stadt Granada. Wir beziehen unser Hotel und wechseln zeitnah das Transportmittel auf den Bus. Der Schriftsteller Hemingway soll einmal gesagt haben: “Wenn wir nur eine Stadt hätten, die wir besuchen könnten, so sollte es Granada sein.” Der Besuch der Alhambra, eine der bedeutendsten spanischen Kulturstätten steht auf dem Programm! Vor der gewaltigen Kulisse der Sierra Nevada erhebt sich die unvergleichliche Alhambra – die einzige in ihrer Gesamtheit erhaltene islamische Palastanlage – in der wir den späteren Nachmittag verbringen.
Tag 10 (07.10.2027)► Granada – Sierra Nevada – Torrox
Die Stadt Granada lassen wir schnell hinter uns, denn hier in der Sierra Nevada befinden sich die höchsten Gipfel der iberischen Halbinsel und einer davon liegt nun unmittelbar vor uns: der Pico del Veleta mit über 3394 m. Wir starten zum Aufstieg! Ein ultimatives Kurvenglücksgefühl, gepaart mit atemberaubenden Panoramablicken stellt sich urplötzlich ein! Oben am Hoya De La Mora genießen wir mit allen Sinnen und nehmen uns Zeit die Höhe inmitten dieser fantastischen Landschaft zu genießen! Die weitere Fahrt erfolgt entlang der Windungen des Rio Izbor und dessen Rules Reservoir um im Anschluss Torrox vor den Toren Malagas zu erreichen! Hier beziehen wir unser Urlaubshotel für die kommenden drei Nächte. Was für ein wundervoller, ereignisreicher Tag. Wir lassen diesen bestimmt bei einem Glas Sangria ausklingen!
Tag 11 (08.10.2027)► Ruhetag gefällig?
Nach zehn Tagen Motorradreisen ist auch einmal etwas Ruhe möglich! Wir genießen die Annehmlichkeiten unseres Hotels. Ein Bad im Meer oder im Pool? Ein Tag zur freien Verfügung! Wie wäre es mit einem Ausflug nach Malaga oder ein Bummel über die schöne Ufer-Promenade die direkt am Hotel verläuft? Wer weiß, … vielleicht gibt es ja noch eine besondere Abendveranstaltung?
Tag 12 (09.10.2027)► Ronda und die Sierra de las Nieves
Wir starten unsere längere Tagestour ohne weitere Umwege an Malaga vorbei! Wir überqueren den Rio Grande und erreichen die Ausläufer der Sierra de las Nieves. Über El Burgo kommen wir Ronda und ihrer wunderbaren Bergwelt immer näher. Die Straßenverläufe sind nicht nur auf der Karte betrachtet, sondern auch in Wirklichkeit ein wahres Kurvennirwana. In Ronda angekommen haben wir uns eine Pause verdient. Die schöne Altstadt, auf zwei Felsmassive aufgeteilt, müssen wir uns natürlich genauer anschauen. Ein hier ansässiger Stadtführer wartet schon, um uns seine Heimatstadt näher zu zeigen. Eine sehenswerte Brücke verbindet beide Stadtteile über eine tiefe Schlucht hinweg, dazu die älteste Stierkampfarena Andalusiens und, und, und…! Man könnte sich hier noch Stunden aufhalten, wäre da nicht heute noch die weit bekannte A-376! Die Straße entlang des Puerto de la Refriega, 45 km feinster Kurventanz, führt uns bis hinab ans Mittelmeer. Nach so vielen Eindrücken an nur einem Tag, einem schönen Abendessen und vielleicht einem Glas spanischen Weins geht man müde aber bestimmt glücklich ins gemachte Bett!
Tag 13 (10.10.2027)► Torrox – Ubeda
Unseren südlichsten Übernachtungspunkt dieser Reise verlassen wir mit der Küste im Rücken, und tauchen schon nach wenigen Kilometern in eine völlig andere Welt ein. Die Route führt uns an den Rand des beeindruckenden Naturparks Sierras de Tejeda – ein echtes Kurvenparadies mit rauer Berglandschaft, schroffen Felsen und weiten Ausblicken bis hinunter zum Mittelmeer. Die Straßen schlängeln sich durch einsame Höhenzüge, kleine weiße Dörfer liegen wie angeklebt an den Berghängen und immer wieder eröffnen sich spektakuläre Panoramablicke. Fahrspaß und Naturerlebnis gehen hier nahtlos ineinander über – genau das, was eine echte Motorradetappe ausmacht. Im weiteren Verlauf wechseln wir in die Region rund um den Parque Natural de Sierra Mágina. Die Landschaft verändert sich auch hier: Olivenhaine prägen das Bild, dazwischen ragen markante Bergketten auf, die der Region ihren ganz eigenen Charakter verleihen. Die Strecke bleibt flüssig zu fahren und bietet immer wieder fantastische Ausblicke über die weiten Ebenen Andalusiens. Zum Tagesende erreichen wir die Region Úbeda und somit unser Hotel.
Tag 14 (11.10.2027)► Ubeda – Albacete
Von Úbeda starten wir in einen Fahrtag, der schnell zeigt, warum Andalusien zu den spannendsten Motorradregionen Europas zählt. Abseits der großen Verkehrsachsen wählen wir kleine, ruhige Straßen, die uns mitten hinein in den Parque Natural de las Sierras de Cazorla führen. Hier schlängeln sich perfekt asphaltierte, schmale Straßen durch dichte Wälder, tiefe Täler und entlang beeindruckender Bergflanken. Kaum Verkehr, dafür umso mehr Natur – ein echtes Genussrevier für Motorradfahrer. Ein besonderes Highlight ist der Embalse del Tranco de Beas, auch bekannt als Pantano del Tranco. Der See liegt eingebettet in die Bergwelt am Oberlauf des Guadalquivir und begleitet uns mit immer neuen Blickwinkeln. Die Straße folgt dem Ufer, bietet weite Ausblicke über das Wasser und sorgt mit ihrem geschwungenen Verlauf für anhaltenden Fahrspaß. Im weiteren Verlauf verlassen wir langsam die Bergwelt, die Landschaft öffnet sich und die Strecke wird weiter und flüssiger. Über abwechslungsreiche Nebenstraßen und zum Schluss die Nationalstraße nehmen wir Kurs auf Albacete, wo wir diesen Fahrtag entspannt ausklingen lassen.
Tag 15 (12.10.2027)► Albacete – Teruel
Wir genießen die Herbstsonnenstrahlen und nutzen die Nationalstraße, um wieder in Regionen der flüssigen Kurvenkombinationen zu kommen. Von Albacete aus nehmen wir Kurs nach Osten und tauchen schon bald in eine der ruhigeren und landschaftlich reizvollen Regionen Spaniens ein. Unser Weg führt uns in Richtung des Cabriel – ein Gebiet, das für seine wilden Flusstäler, Schluchten und wenig befahrenen Straßen bekannt ist. Die Strecke windet sich durch eine ursprüngliche Naturkulisse, vorbei an Felsen, Pinienwäldern und mit Blick hinunter zum Fluss Cabriel. Eindrucksvoll zeigt sich die Region rund um den Embalse de Contreras. Der türkisfarbene Stausee liegt eingebettet zwischen steilen Hängen und sorgt für Ausblicke entlang der Route. Im weiteren Verlauf gewinnen wir langsam an Höhe, die Landschaft wird karger und weiter. Die Route führt uns durch abgelegene Regionen, in denen das ursprüngliche Spanien wieder spürbar ist. Unser heutiges Lager schlagen wir in Teruel auf. Das einzigartige Ensemble der Mudéjar-Architektur in Teruel wurde im Jahre 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Auch liegt die Stadt am 1350 Kilometer langen Wanderweg „Camino del Cid“. Ab morgen könnte man also theoretisch das Motorrad hier stehen lassen und zu Fuß weiter gehen …?
Tag 16 (13.10.2027)► Teruel – Lleida
Schnell lassen wir in den Morgenstunden die Bergwelt Teruels hinter uns. Schließlich erreichen wir die Region rund um den Ebro. Der Fluss Ebro selbst ist mit seinen rund 910 Kilometern Länge der zweitlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Auf seinem Weg von Kantabrien bis zu seiner Mündung ins Mittelmeer nahe Tarragona hat der mächtige Fluss die karstige Landschaft im Nordosten Spaniens sehr geprägt. Wir folgen ein paar Kilometer dem Flussverlauf, sicher nicht ohne Fotostopp, um uns dann von der Region Aragonien erst einmal zu verabschieden. Traurig brauchen wir dabei aber nicht sein. Katalonien empfängt uns mit genauso schönen landschaftlichen Eindrücken und gekrümmten Asphaltbändern der kleineren Kategorie. Unser Ziel Lleida ist kein klassischer Touristen-Hotspot wie Barcelona, aber genau das macht den Reiz aus, authentisch, entspannt und mit ein paar echten Highlights.
Tag 17 (14.10.2027)► Lleida – Perpignan
Von Lleida aus verlassen wir die weiten Ebenen und richten den Blick nach Norden – die ersten Ausläufer der Pyrenäen zeichnen sich bereits am Horizont ab. Die Strecke wird Stück für Stück kurviger, die Landschaft grüner und abwechslungsreicher. Unser Kurs führt uns hinein in die katalanischen Pyrenäen rund um den Parc Natural del Cadí-Moixeró. Hier warten genau die Straßen, die man sich als Motorradfahrer wünscht: flüssige Kurven, wenig Verkehr und beeindruckende Bergkulissen. Die Route schlängelt sich vorbei an kleinen Bergdörfern und immer wieder öffnen sich weite Ausblicke auf die Gipfel der Pyrenäen. Mit zunehmender Höhe wird die Luft frischer, die Natur ursprünglicher – ein echtes Highlight auf dem Weg Richtung Frankreich. Schließlich erreichen wir die Grenze und wechseln nach Frankreich. Die Landschaft verändert sich erneut, wird weiter und mediterraner, während wir uns unserem Tagesziel nähern. Am Ende dieser beeindruckenden Etappe erreichen wir Perpignan – eine Stadt mit südländischem Flair, in der sich spanische und französische Einflüsse spürbar verbinden.
Tag 18 (15.10.2027)► Perpignan – Uzes
Wer glaubt die Reise ist nun zu Ende und es geht über die Autobahn nach Hause, der irrt sich gewaltig. Wir nehmen den Kurs in Richtung Nord auf. An der Meerseite verläuft die Route über Leucate. Links Lagunen und rechts das Mittelmeer, einfach genießen heißt das Motto. Die Stadt Narbonne umrundet, folgen wir dem Flußverlauf des Orb, ein Fluss der im Zentralmassiv Frankreichs entspringt und uns mehrerer Kilometer begleitet. Die Brücke Pont Suspendu ist für uns ein Merkmal der Richtungsänderung. Über Clermont-I’Herault touren wir an der großen Stadt Montpellier weit genug vorbei! Noch ein paar Kilometer entlang des Berges Pic Saint-Loup und wir erreichen Uzes und somit unser heutiges Domizil. Bei gutem Wetter ist das Abendessen im Garten des Hauses. Im Anschluss könnte im kleinen Hauspool noch eine Runde gedreht werden.
Tag 19 (16.10.2027)► Uzes – Ardeche – Villefontaine
Von Uzès starten wir entspannt in den Tag und lassen die charmante Altstadt schnell hinter uns. Schon nach wenigen Kilometern tauchen wir ein in die wildromantische Landschaft der Ardèche – wir fahren nicht komplett die weltbekannte Schlucht ab, aber ein kurzer, umso intensiverer Abschnitt voller Kurven, Felsen und ursprünglicher Natur muss sein. Die Straßen schlängeln sich durch eine eindrucksvolle Kulisse aus Kalksteinfelsen, Wäldern und tief eingeschnittenen Tälern. Immer wieder bieten sich fantastische Ausblicke – genau die Art von Strecke, die man gerne länger genießen würde. Nach diesem landschaftlichen Highlight öffnet sich die Route wieder, wir verlassen die Ardèche und fahren auf abwechslungsreichen Landstraßen weiter Richtung Norden. Die Landschaft wird weiter, die Straßen flüssiger und ideal, um entspannt Kilometer zu machen, um auch die größeren Städte zu umfahren. Am Nachmittag erreichen wir schließlich Villefontaine – perfekt gelegen für die letzte Etappe Richtung Heimat oder als entspannter Abschluss eines gelungenen Fahrtages.
Tag 20 (17.10.2027)► Villefontaine – Freiburg
So langsam ist uns klar, die Reise geht seinem Ende entgegen. Die letzte Etappe nach Deutschland wird ein Gemisch aus Landstraße und Autobahn sein. Daher kommen wir auch erst am späteren Nachmittag in Freiburg an. Für all, die nicht in der Nähe wohnen, bietet sich eine Nachübernachtung im Treffpunkt/End-Hotel an. Diese kann optional über NSK Motorradreisen reserviert werden. Spätestens hier geht unsere Jubiläumstour zu Ende und wir sagen: „Auf Wiedersehen bei NSK Motorradreisen“. Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Jahre und viele weitere Reisen mit unseren tollen Gästen.
(Änderungen der Routen / Programm / Hotel vorbehalten)