Tag 1 (04.06.2027) ► Bad Säckingen – Jura – Dijon
Morgens treffen wir uns an einem Hotel ganz in der Nähe von Lörrach. Diejenigen, die in der Nähe wohnen, kommen direkt zum Treffpunkt. Für alle anderen, die von weiter her mit ihren Motorrädern anreisen, bietet sich eine Vorübernachtung im Treffpunkthotel an. Diese kann optional über NSK Motorradreisen reserviert werden. Eine kurze Begrüßung durch den Reiseleiter, dann geht es auch schon los in Richtung Süd-Westen! Wir starten zur ersten Tagestour und fahren gleich auf Landtrassen in das Kurvenparadies Schweiz. Schräg unterhalb von Basel erreichen wir das Naturschutzgebiet Doubs. Dieser Park liegt im Nordwesten der Schweiz und wird an der Grenze zu Frankreich durch den gleichnamigen Jurafluss begrenzt. Der Doubs wird auf dem Weg in die Motorradreviere des Südens schnell übersehen, zu Unrecht, stolpert man doch bereits hier, rund um den windungsreichen Fluss durch die Französische Jura, über Schluchten und Kammstraßen für Genießer. Die Gegend macht Laune auf mehr, gut das wir die südliche Jura auch noch auf der Rückreise kennenlernen. Über Besançon steuern wir unseren Hotel-Zwischen-Stopp an. Die Stadt Dijon ist dafür sehr gut geeignet. Dijons Stadtleben ist so bunt und vielseitig wie die farbenfrohen Dächer seiner historischen Gebäude. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, zu beinahe jedem Haus gibt es eine Geschichte.
Tag 2 (05.06.2027) ► Dijon – Besse et Saint Anastaise / Auvergne
Nach einem gemeinsamen Frühstück starten wir zur zweiten Anreiseetappe in die Auvergne. Mit jedem Kilometer mehr merken wir deutlich: Wir stecken nun mitten in der schönen Region Burgund! Historische Orte und eine erstklassige Weinkultur in ländlich reizvoller Umgebung. Der Flusslauf Ouze weist uns erst einmal für einige Zeit die Richtung. Die Gegend ist sehr beliebt bei Urlaubern, doch zum Glück mehr auf dem Wasser, denn immer wieder sehen wir heute Vormittag den berühmten Burgundkanal und vielleicht mit Glück auch einen Flusskreuzer! Seichte Kurvenverläufe, leichte Höhenmeter mit immer wiederkehrenden Ausblicken lassen uns die Tour nicht langweilig werden, zumal die eine oder andere Straße auch ein wenig schmaler wird. Über Thier umfahren wir ohne viel Verkehr die Hauptstadt Clermont-Ferrand um letztendlich im Zielgebiet anzukommen – der Auvergne. Unser Hotel für die kommenden Nächte ist von der Lage her ideal für die täglichen Ausflüge. Auf guten 800 Metern Höhe gelegen, sehr nahe an einem Wintersportgebiet, bietet es uns Gastfreundschaft und Gemütlichkeit zugleich.
Tag 3 (06.06.2027) ► Rund um den Puy de Sancy
Heute brauchen wir kein Gepäck zu verstauen, wir genießen das französische Frühstück. Die Motorräder gestartet erkunden wir die herrliche Region des Naturparks „Volcans d’Auvergne“. Unser erstes Zwischenziel ist Mont-Dore natürlich mit Fahrt über den Pass Col de la Croix Saint-Robert. Auf 1450 Meter Höhe ist der erste Panorama-Sicht-Stopp Pflicht, bevor wir das Bergdorf Le Mont-Dore erreichen. Es ist nicht nur ein großes Bergdorf mit lebhafter und herzlicher Atmosphäre, sondern verfügt auch über ein Thermalbad und kann im Winter mit einer attraktiven Skistation punkten. Über Bourg-Lastic und Picherande ziehen wir mit unseren Zweirädern einen Kreis um den Puy de Sancy. Mit einer Höhe von 1885 m ist es hier die höchste Erhebung des französischen Zentralmassivs, etwa 35 km südwestlich von Clermont-Ferrand. Hierbei handelt es sich um einen erloschenen Vulkan, wie so einige in dieser Gegend. Wedelnd am Lac Chauvet und dem Örtchen Compains vorbei nehmen wir Kurs auf Saint-Nectaire. Das für seinen würzigen Käse berühmte kleine Dorf Saint-Nectaire wird überragt von einem wirklichen Juwel der romanischen Kunst, welche es bei Interesse zu entdecken gilt! Noch etwas Besonderes ist hier, ein französischer Käse mit gepresstem Teig aus Kuhmilch. Warum nicht eine kleine Probe auf einem Bauernhof? Die Tagesrunde endet wieder nach vielen ersten Eindrücken der Auvergne in unserem bekannten Hotel.
Tag 4 (07.06.2027) ► Auf dem Puy de Dôme
Eine in der Sonne leuchtende, blau-weiß-grüne Schildertafel weist den Weg nach Saint-Diéry. Auf einer wieder mal begeisternden Verbindungsetappe treiben wir die Maschinen weiter via Montaigut-le-Blanc und Olloix zum Puy de Dôme. Die letzten Kilometer hoch zum Puy de Dôme ist seit etwa zwei Jahren für Kraftfahrzeuge gesperrt und damit der prominenteste Vulkangipfel der Auvergne, von wo aus man den anderen kegeligen Gesellen prima auf die markanten Häupter spucken kann, nur noch per pedes, Shuttle-Bahn oder Rad zu erreichen. Warum nicht? Helme und andere Utensilien in das NSK-Begleitfahrzeug verstaut, wir wechseln kurz das Fortbewegungsmittel und fahren mit der elektrischen Zahnradbahn auf den 1465 Meter hohen Vulkan. Oben erlebt man sehr oft eine Landschaft voller Farben und Lichter im ständigen Wechselspiel! Unten angekommen sorgen die Straßen der gebogenen Kategorie wieder für stimmungsvolle Abwechslung. Der kleinere Col de Guéry sowie das Dorf Les Marais markieren den weiteren Kurs. Pause mit einer lustvollen Proviantierung in einer Boulangerie und Patisserie? Zum Nachmittag kurz vor unserem Hotel, noch die Auffahrt zum Super Besse, der Wintersportort ganz in der Nähe unseres Übernachtungsortes. Vor dem Abendessen ein kleiner Spaziergang mit Einkaufsbummel? Gute 10 Minuten zu Fuß und man erreicht den Kern von Besse et Saint Anastaise.
Tag 5 (08.06.2027) ► Besse et Saint Anastaise – Millau
Ein Tag, der Motorradfahren in Frankreich von seiner schönsten Seite zeigt! Gepäck verstaut, starten wir umgeben von den südlichen sanften, grünen Kuppen der Auvergne. Die ersten Kilometer führen uns wieder durch die faszinierende Landschaft der erloschenen Vulkane mit weiten Hochflächen, klare Luft und immer wieder traumhafte Ausblicke. Schon bald wird die Strecke kurviger und einsamer. Über kleine, ausgebaute Nebenstraßen verlassen wir die vulkanische Region und tauchen tiefer in das ursprüngliche Zentralmassiv ein. Die Straßen werden leicht schmaler, die Kurven flüssiger – genau das Terrain, das wir suchen.
Von offenen Hochflächen geht es nun hinein in wilder werdende Täler und weiter in die ursprüngliche Bergwelt der Cevennen. Hier beginnt eines der großen Highlights des Tages – die spektakuläre Gorges du Tarn. Tief eingeschnitten windet sich die Straße entlang des Flusses, vorbei an steilen Felswänden, kleinen Dörfern und atemberaubenden Aussichtspunkten. Kurve an Kurve folgen wir dem Flusslauf – ein echtes Fahrerparadies mit perfektem Flow und kaum Verkehr. Immer wieder laden kleine Stopps dazu ein, diese beeindruckende Naturkulisse in sich aufzunehmen. Zum krönenden Abschluss erreichen wir die Region rund um Millau, bekannt für das weltberühmte Viaduc de Millau. Ein letzter Blick auf dieses architektonische Meisterwerk rundet einen intensiven Fahrtag perfekt ab. Ein Tag voller Kontraste: Vulkane, weite Landschaften, die wilden Cevennen und tiefe Schluchten – und dazwischen feinste Motorradstrecken, die kaum Wünsche offenlassen.
Tag 6 (09.06.2027) ► Rundtour ab Millau – Cevennen erleben
Ein Tag, der in Erinnerung bleiben könnte! Wir starten, ohne Kofferpacken und nehmen direkt Kurs auf eines der spektakulärsten Reviere Südfrankreichs. Wir tauchen ein in die wilde, ursprüngliche Bergwelt der Cevennen. Hier verändert sich der Charakter der Strecke wieder: weniger spektakulär im ersten Moment, dafür umso intensiver zu fahren. Einsame Straßen, feinster Asphalt und fließende Kurvenkombinationen, fernab vom Hauptverkehr. Die Route führt uns durch dichte Wälder, über kleine Pässe und durch verschlafene Dörfer, in denen die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. Genau hier zeigt sich die Seele dieser Region: ruhig, ursprünglich und wie gemacht für Genießer auf zwei Rädern. Der Charakter dieser Rundtour ist dabei klar: weniger spektakuläre Sehenswürdigkeiten, dafür umso mehr Fahrspaß und Flow. Es ist genau diese Mischung aus Ruhe, Natur und perfekten Straßen, die diese Etappe zu einem echten Highlight macht. Zum Abschluss schließt sich der Kreis zurück nach Millau, wo wir diesen intensiven Fahrtag entspannt ausklingen lassen können – mit dem Blick zurück auf eine Runde voller Kontraste, Kurven und unvergesslicher Eindrücke.
Tag 7 (10.06.2027) ► Millau – Ardeche – Valence
Wir verlassen Millau und die Region über abwechslungsreiche Nebenstrecken. Schon nach kurzer Zeit wird klar: Heute wartet wieder „Panoramen“ auf uns. Die Route führt uns die ersten Kilometer wieder an die Gorges du Tarn, nun aber westlich! Über einsame Hochflächen und gebogene Asphaltbänder touren wir noch einmal durch die Cevennen bevor wir die legendäre Region der Ardèche erreichen. Hier beginnt eines der absoluten Highlights des Tages – die spektakulären Straßen entlang der Schluchten der Ardèche. Kurve reiht sich an Kurve, dazu immer wieder grandiose Ausblicke in die tief eingeschnittenen Felslandschaften. Die Straße ist wie gemacht für Motorradfahrer: flüssig zu fahren, perfekt ausgebaut und gespickt mit Aussichtspunkten, die zum Anhalten zwingen. Ein besonderes Highlight ist die Passage entlang der berühmten Schluchtstraße mit ihren natürlichen Felsformationen und Panoramablicken – ein Abschnitt, der lange im Gedächtnis bleibt. Im weiteren Verlauf wird die Landschaft wieder offener. Wir lassen die wilde Schluchtenwelt hinter uns und rollen durch sanfte Hügel und weite Täler in Richtung Rhône. Die letzten Kilometer bringen uns entspannt nach Valence, wo wir diesen intensiven Fahrtag stilvoll ausklingen lassen.
Tag 8 (11.06.2027) ► Valence – Chavannes-de-Bogis
Heute morgen verlassen wir die Region um Valence auf den französischen Landstraßen und nehmen Kurs Richtung Norden. Schnell lassen wir das Rhônetal hinter uns und tauchen wieder ein in die abwechslungsreiche Landschaft zwischen französischen Dörfern, kleinen Nebenstraßen und sanften Höhenzügen. Je weiter wir Richtung Jura kommen, desto spannender wird das Motorradfahren. Die Straßen werden schmaler, kurviger und führen uns durch eine herrlich grüne Mittelgebirgslandschaft. Immer wieder öffnen sich weite Ausblicke, kleine Täler wechseln sich mit Waldpassagen ab, und der Verkehr bleibt angenehm überschaubar. Die Stadt Genf großräumig umfahren nähern wir uns schließlich der Schweizer Grenze. Diese ist schnell passiert und unser Hotel in Chavannes-de-Bogis erreichen wir unweit entfernt. Ein schöner Reisetag mit viel Landschaft, entspannten Kurven und einem letzten Hauch französischer Lebensart.
Tag 9 (12.06.2027) ► Chavannes-de-Bogis – Bad Säckingen
Die Rückreise steht heute auf dem Themenzettel des morgendlichen Breefings. Wie schon bei der Anreise ist die Region Jura ein Bestandteil der Tagestour. Bei gutem Wetter, natürlich die Autobahn ausgeklammert, routen wir über Loutelet und Le Locle in den Norden. Mal sind es die Nationalstraßen Frankreichs und mal die kleineren Straßen mit der Kennzeichnung „D“, die uns stetig begleiten. Am späteren Nachmittag erreichen wir Deutschland und somit unseren Ausgangspunkt Bad Säckingen wieder. Und eins ist sicher: Frankreich ist ein geniales Motorradparadies! Was bleibt als Resümee … es muss gar nicht immer die Grand-Alp sein! Wer möchte bleibt noch eine Nacht im bekannten Starthotel und für alle die jetzt schon nach Hause müssen heißt es: Auf Wiedersehen bei NSK Motorradreisen.